Was mache ich, wenn die Übung «Sympathie-Antipathie» mir spürbar gut tut, aber die Ausführung Schmerzen bereitet?

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Es ist ein Grundgesetz, dass alle Eurythmie-Übungen immer so ausgeführt werden, dass sie unmittelbar wohltuend sind. Das ist möglich, weil es bei der Eurythmie primär nicht auf die körperliche, sondern auf die energetische, ätherische Bewegung ankommt und diese den Körper mitnimmt.

Deshalb kannst du jede Übung entweder von innen her oder von aussen her so anpassen, dass keine Schmerzen entstehen.

Eine Teilnehmerin beim Hochsensibilitätskurs HSP-1 schrieb mir:

Seit einiger Zeit übe ich mit dem Kurs für Hypersensibilität. Dabei gehe ich mein eigenes Tempo, verweile bei einer Übung länger, bei einer anderen weniger lange. Allmählich entsteht dabei ein bisher ungekanntes Vertrauen. Es lassen sich vielschichtig positive Auswirkungen bemerken. ....

Aber bei der Sympathie-Antipathie-Übung, bei der man auf dem linken Bein steht und nur das rechte langsam bewegt, entstehen beim Üben stechende, sich steigernde Schmerzen in der linken Hüfte. Es fühlt sich an wie eine leicht entzündliche Reaktion, die auch am nächsten Tag noch bleibt.

Trotz dieser körperlichen Probleme erlebe ich diese Übung seelisch/geistig als total hilfreich und wichtig. Ich möchte sie deshalb am liebsten irgendwie weiter machen können.

Bei der Übung E mit den Beinen (Kreuzung der Beine über dem Knie im Stehen) gab es anfangs ebenfalls Probleme, doch die haben sich gelegt und die Übung klappt nun gut.

Frage: Sollte ich versuchen, die Sympathie-Antipathie-Übung trotz der Schmerzen zu machen? Oder lässt sich diese Übung auch im Sitzen machen? Oder hast Du eine andere Idee?

Hier meine Antwort:

Bei allen Eurythmie-Übungen gilt grundsätzlich, dass sie gut tun sollen, und zwar immer und auf allen Ebenen! Weil aber alle Körper verschieden gebaut sind und wir alle unsere Themen haben, kann auch bei einer ganz einfachen Bewegung schon mal ein Schmerz auftreten.

Zum Glück kannst du in der Eurythmie  alle Übungen den persönlichen Gegebenheiten entsprechend anpassen, und die Übungen sind trotzdem genauso wirkungsvoll.

Im Fall der E-Übung mit den Beinen hast du erlebt, wie mit der Zeit etwas entstehen kann, dass dich von innen her trägt und keine Schmerzen mehr entstehen lässt. Das ist natürlich etwas sehr Schönes und zeigt, wie von innen her etwas aufgebaut werden kann, das den Körper trägt, kräftigt und ihm einen inneren Halt gibt.

Bei der Sympathie-Antipathie-Übung ist das schwieriger, weil unsere Hüften nicht gewohnt sind, das ganze Gewicht so lange alleine zu tragen. Und dann auch immer nur links.

So hast du genau die richtige Intuition gehabt:

  • Ja, die Sympathie-Antipathie-Übung geht sehr gut im Sitzen!
  • Es kommt vor allem auf die Langsamkeit der Bewegung an und darauf, diese innerlich zu begleiten.
  • Hilfreich ist auch, wenn du dich innerlich so stimmst, dass das ruhende Bein dem sich bewegenden Bein innerlich zuschaut.
  • Dann gut Pause machen und nachspüren.

Danke für die schöne Rückmeldung und für deine Frage
Theodor

1 Kommentar

zur Frage der SChmerzen in der Sympathie-Antipathie-Übung kam mir die Idee, ob denn nicht zweierlei eventuell hilfreich sein kann: 1. Das Standbein tief in den Boden hinein zu verwurzeln, also die Kräfte nach unten in die Erde verlängern, sowie in der Hüfte selber zu versuchen, "Rau zu schaffen" in Form von weiten im Gelenk ... dies genügt meiner Erfahrung nach als Vorstellung, ist nicht einmal als Bewegung nötig. Lieber Gruss ricarda

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